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L.A.: Massenentlassungen in Stadtverwaltung wahrscheinlich
By Roman | Februar 3, 2010
Das Defizitloch von Los Angeles in Höhe von $200 Millionen wird demnächst sehr wahrscheinlich zu einem einsetzenden Kahlschlag bei den städtischen Bediensteten und Beamten führen. Währenddessen raten Anlageexperten dazu, kalifornische Kommunalanleihen nur noch mit spitzen Fingern anzufassen.

Der Stadtrat von Los Angeles zieht mehr als eintausend Entlassungen in Erwägung und weitet den zeitlichen Rahmen für Zwangsbeurlaubungen von Bediensteten der Stadt aus, um auf diese Weise ein veranschlagtes Defizit in Höhe von $200 Millionen zu bekämpfen, wie scpr.org berichtet. Eric Garcetti, Präsident des Stadtrats, sagte, er hoffe, dass es nicht zu einer Massenentlassungswelle kommen wird, jedoch sei die finanzielle Situation extrem ernst und es müssten sehr bald drastische Maßnahmen ergriffen werden. Bürgermeister Villaraigosa sagte, dass es auch andere Zugeständnisse als lediglich Entlassungen gäbe, welche dabei helfen könnten, die angespannte Situation zu lindern. Dazu gehören zum Beispiel Lohnsenkungen und die Beschäftigung von privaten Vertragsnehmern, um einige der städtischen Dienstleistungen auszulagern. Kann die Leid geplagte Stadt den Bankrott vermeiden?
Die Leser werden in diesem Kontext einen weiteren Bericht zur Kenntnis nehmen wollen, der auf der Seite von investmentnews.com erschienen ist, wo es zur Situation um die kalifornischen Bonds und Kommunalanleihen wie folgt heißt:
Investoren trennen sich von kalifornischen Kommunalanleihen
Finanzberater von Kunden in Kalifornien raten diesen zunehmend zu einer Reduzierung ihrer gehaltenen Positionen in steuerbegünstigten Kommunalanleihen des Golden State. In Anbetracht der hohen kalifornischen Einkommenssteuer ist diese Empfehlung ziemlich schwierig zu vermitteln, jedoch erklärten viele Berater unisono, dass die gefährliche Finanzsituation des Bundesstaates – noch weitaus schlimmer als diejenige anderer Not leidender Pendants, darunter Illinois und New York – die kalifornischen Anleihekurse weiterhin unter Druck setzen wird. „Meine Kunden sind äußerst nervös. Genau wie ich selbst”, sagte Marilyn Cohen, Präsidentin und Vorstand von Envision Capital Management Inc., eine in Los Angeles ansässige Firma, die $250 Millionen in Anleihen für Privatpersonen verwaltet. „Nichts hat sich in letzter Zeit getan, was uns das Vertrauen zurückgeben könnte, dass unser Bundesstaat diese Angelegenheit wird bewältigen können”, sagte sie in Bezug auf Kaliforniens Budgetkrise. Ms. Cohen reduzierte die Positionen ihrer Kunden in kalifornischen Anleihen und lässt das Geld stattdessen in finanziell stabileren Bundesstaaten wie Texas arbeiten. Obwohl die Zinsen für diese Anleihen nicht von der Erhebung von bundesstaatlichen oder lokalen Steuern befreit sind, werden sie zumindest von den Bundessteuern aus Washington befreit, erklärte sie. „Dies ist genau der Kurs, den wir verfolgen”, sagte Jack H. Scaff III, Vizepräsident von Brouwer & Janachowski LLC, einer in Tiburon, Kalifornien ansässige Firma, die insgesamt $800 Millionen verwaltet.
Kalifornien schiebt ein Defizit von $20 Milliarden vor sich her, da seine Verfassung dem Schuldendienst jedoch nicht die oberste Priorität einräumt, ist ein Zahlungsausfall nicht die größte Angst, welche die lokalen Politiker umtreibt. „Unsere größte Sorge ist der Kreditausblick”, sagte Mr. Scaff. „Wie werden sich weitere Herabstufungen auf die Bondkurse auswirken?“ Brett Thomas, Direktor bei Capital Performance Advisors LLP, eine Beratungsfirma in Walnut Creek, Kalifornien mit $700 Millionen unter Verwaltung, stimmte darin überein, dass Herabstufungen problematischer seien als ein Zahlungsausfall selbst. Und in Anbetracht der hohen Wahrscheinlichkeit von weiteren Herabstufungen, möchte er das Vermögen seiner Kunden nicht aufs Spiel setzen. „Ich kaufe zurzeit keine festverzinslichen kalifornischen Anleihen”, sagte Mr. Thomas. Spezialisierte Fondsmanager für Kommunalanleihen wie auch Analysten sagten, dass sie den Investmentansatz der Berater verstünden und nachvollziehen könnten. Kalifornien befindet sich in einer sehr düsteren Situation, sagte Linda Murphy, Analystin bei T. Rowe Price Group Inc., die jedoch weiter ausführte, dass ihr Unternehmen kein “Nettokäufer von Staatsanleihen“ sei. „Investoren, die ein signifikantes Risiko tragen wollen und einen langfristigen Anlagehorizont mitbringen, könnten das unmittelbare Umfeld an den kalifornischen Bondmärkten als eine gute Möglichkeit erkennen”, sagte Paul Brennan, Manager von Kommunalanleihen bei Nuveen Investments LLC. Aber viele Berater erklärten, dass ihre Kunden nicht in der Stimmung dazu seien, mit einem Teil ihres Portfolios, das relativ risikolos veranlagt sein sollte, derartige Risiken einzugehen. Tatsächlich führten einige Berater aus, dass Kalifornien vor den größten Herausforderungen seiner Landeshistorie stehe, während Finanzprobleme in anderen US-Bundesstaaten sie jedoch fast schon dazu zwingen würden, den Kauf kalifornischer Kommunalanleihen erneut zu evaluieren. Illinois und New York blicken beispielsweise auf Budgetdefizite in Höhe von $5,7 Milliarden respektive $7,4 Milliarden, bemerkte Richard Ciccarone, Direktor und Chefanalyst bei McDonnell Investment Management LLC, eine in Oak Brook, Illinois ansässige Firma, die insgesamt $13 Milliarden an Vermögenswerten verwaltet. „Es gibt viele negative Situationen”, sagte er und fügte hinzu, dass die Umstände auf Basis der hohen Arbeitslosigkeit, die die bundesstaatlichen Einnahmen durch die Einkommens- wie auch die Verkaufssteuer niederdrückt, sich noch weiter verschlimmern werden.
Anm.: Lange werden weder Schwarzenegger noch die Lokalpolitiker diese Budgetprobleme vor sich herschieben können. Entweder sie beginnen damit, radikal Stellen im kalifornischen Staatsdienst zu streichen oder die Dienstleistungen des Bundesstaats rigoros zu beschneiden, um dadurch Kosten einzusparen. Ob diese Notwendigkeit zum Sparen allerdings tatsächlich bereits richtig in den Köpfen angekommen ist, bleibt vorerst weiter abzuwarten.
Topics: USA | 3 Comments »



Februar 3rd, 2010 at 14:37
BITTE MITMACHEN!
einfach abstimmen !!!!
am besten auch noch selber auf min. ein oder 2 seiten weiterverbreiten!
http://www.direktzu.at/oenb/messages/24828”
DANKE!
Februar 3rd, 2010 at 15:43
Deutschland bräuchte auch mal eine Gesundschrumpfung von 4,8 auf unter 2 Mio. öffentl. Angestellte.
Den Beamtenstatus sollte man abschaffen.
Insbesondere Luxushaushalte wie dem Umwelt,Kulturhaushalt usw. streichen sowie beim Finanzamt (1-2 Steuern statt Dutzende, simple DIN A4 Steuererklärung zum Selberausfüllen auch für Unternehmer)kürzen.
Sicherheit und Bildung sollten weniger angetastet werden.
Es kommt auf die primäre Wichtigkeit für das Zusammenleben an. Grade der Kulturbereich ist Luxus und kann der Haushaltslage angepasst werden. In guten Zeiten gibts Geld, in schlechten eben nicht.
Februar 3rd, 2010 at 16:10
@ andreas
das solltest mal den sog. staatsdienern sagen. glaubst du, die interessiert es auch nur einen deut, ob sie dieses land hier totbürokratisieren? bestimmt nicht. geht nur um überdurchschnittliches und “sicheres” gehalt samt üppiger pesnionszulagen, die die bezahlen, die wirklich hart arbeiten und was leisten. ich spreche aus eigner erfahrung.
gruß