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    Arbeitslosigkeit in Kärnten: 13% im Januar

    By Roman | Februar 4, 2010

    Während die Arbeitslosigkeit in Österreich leicht rückläufig ist bzw. derzeit zumindest stabil bleibt, sieht es im durch den Hypo-Skandal gebeutelten Bundesland Kärnten ganz anders aus. Die Arbeitslosigkeit explodiert förmlich.

    Das Büro des Arbeitsmarktservice von Kärnten, das österreichische Pendant zur Bundesagentur für Arbeit, warnt vor einer zukünftigen Verschlechterung am lokalen Arbeitsmarkt des österreichischen Bundeslandes. Im Januar habe die Arbeitslosenquote einen Rekordstand von 13% erreicht. Ausgegangen wird davon, dass die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Jahr 2010 bei 9,9% verharren wird, und dies auch nur dann, wenn sich die Konjunktur auf dem jetzigen Niveau halten kann und sich nicht noch weiter verschlechtert.

    Schwer getroffen wurde zum einen die Bauindustrie, zum anderen der Tourismus, beides immanent wichtige Ertragsbringer Kärntens. Historisch gesehen sei das Jahr 2009 das schlimmste in der Geschichte des lokalen Arbeitsmarktes gewesen. Kärnten belegt diesbezüglich den Spitzenplatz unter allen österreichischen Bundesländern. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Männern belief sich auf  40%, der unter Frauen betrug 17%. Die finanziell zur Verfügung stehenden Mittel für den Arbeitsmarkt streicht Kärnten in diesem Jahr von 9,2 auf 8,4 Millionen Euro zusammen. Mittel, die für die Begleichung des Anteils an der Kurzarbeit zur Verfügung stehen, sind hierin noch nicht enthalten. Bemerkenswert ist die Schätzung des AMS, dass selbst im Falle eines prognostizierten Wachstums von 1,3%, es dennoch zu weiteren Stellenstreichungen kommen wird.

    ÖVP-Chef und Finanzminister Josef Pröll machte in einem heute erschienen Interview deutlich, dass die schwarz-blaue Koalition Österreich insgesamt gut getan habe.

    Topics: Europa | 5 Comments »

    5 Responses to “Arbeitslosigkeit in Kärnten: 13% im Januar”

    1. Johannes Says:
      Februar 4th, 2010 at 15:06

      Nun ja, das ist erst der Beginn für Kärnten, in einem halben Jahr sieht es noch düsterer aus.

      Die größte Baustelle in Kärnten ist das LKH- Neu in Klagenfurt. Diese Baustelle wird im Frühjahr/ Sommer fertig gestellt sein. Größere Nachfolgebaustellen sind nicht in Sicht.

      Ein Unternehmer würde gerne in einem Stadtteil von Klagenfurt ein Einkaufszentrum bauen, die Politik verhindert das aber.

      Kärnten hat unter anderem die korruptesten Politiker Österreichs. Der Chef der größten Partei (FPK, früher BZÖ) wird in Ungarn wegen des Verdachts auf Versicherungsbetrug/Autoschieberei gesucht, dem Landeshauptmann selbst wird staatsanwaltschaftlich bescheinigt “unzurechnungsfähig” zu sein.

      Dem Tourismus will die derzeitige Regierung weiteren Schaden zufügen, indem diese dieverse große Events den Geldhahn abdrehen will.

      Es gäbe noch viel weiteres zu schreiben, würde aber den Rahmen sprengen.

    2. kenny Says:
      Februar 4th, 2010 at 16:47

      @ Johannes

      Kommst aus Kärnten? Mich würd mal interessieren, wie das alles so um die Hypo dort in der Bevölkerung gesehen wird? Ist man da mit Prölli auch so zufrieden?

      Danke,kenny

    3. Johannes Says:
      Februar 4th, 2010 at 17:43

      Hallo kenny,

      ja, bin aus Kärnten.

      Die Causa Hypo verschwindet immer mehr aus den Medien. Der Kärntner “Untersuchungsausschuss” ist nur eine Farce, weil diesem jene vorsitzen, die das Debakel mitverursacht haben.

      Traurig genug ist die Tatsache, dass ein Teil der Bevölkerung, bei der Hypo- Aufklärung mehr auf die Bayern zählt/hofft, als auf die eigene Justiz.

      Der eigenen Justiz wird diesbezüglich nicht vertraut.

      Das große Problem in Kärnten ist, dass fast alle Parteien (SPÖ/ÖVP/BZÖ/FPK) bei der Causa Hypo beteiligt waren. Bis auf die Grünen, die es erst bei der letzten Wahl in den Landtag geschafft haben.(Und gleich mal einer massiven Parteiförderungserhöhung zugestimmt haben)

      In Kärnten war die ÖVP immer schon eher eine Kleinpartei, insofern hat der “Prölli” da sicher nicht so einen großen Zuspruch.

      In Kärnten kann man Stimmenmaximierung nur mit “Wir sind wir”, “Wir sind dagegen”, “Alle sind böse zu uns, besonders die Wiener”, und mit nationaler, äh sorry heimatbewußter Politk machen.

      So rückständig wie das Gedankengut der Kärntner ist, so rückständig ist auch die Politik und so rückständig ist auch die Wirtschaft.

      Der Kreis schließt sich!

    4. kenny Says:
      Februar 4th, 2010 at 17:57

      Ja, das sieht so aus. Wie werden die Leute da reagieren, wenn keine Jobs mehr nachkommen? Weggehen, wie im Osten Deutschlands? Aber wohin?

    5. Johannes Says:
      Februar 4th, 2010 at 19:05

      “Weggehen, wie im Osten Deutschlands? Aber wohin?”

      Schätze mal zu den bösen Wienern! ;)

    Comments