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Larry Summers: It´s Clowns Time Again!
By Roman | Februar 5, 2010
Der ökonomische Berater des Weißen Hauses Lawrence Summers drückte seine Zuversicht aus, dass die ökonomische Erholung an Fahrt aufnehmen wird in den kommenden Monaten und die Vereinigten Staaten sehr bald wieder zu Wachstum im Jobsektor zurückkehren würden.
„Wir werden nicht aus dem Gröbsten heraus sein auf einen Streich, jedoch bin ich davon überzeugt, dass in sechs Monaten vom heutigen Tage aus gesehen, die Leute auf der Straße das Gefühl haben werden, dass diese ökonomische Erholung auf festeren Füßen stehen wird als sie momentan glauben”, erklärte Summers heute in einem Bloomberg Interview bei Judy Woodruff. Das gesamte Interview kann man sich ansehen auf Bloomberg TV’s “Conversations with Judy Woodruff,” das ab morgen 6 Uhr New Yorker Zeit zu sehen sein wird. Summers fügte an, dass die Nation nicht “allzu fern” sei von dem Beginn einer Wende im Jobsektor. Er sagte, dass ökonomische Erholungen normalerweise “in zeitlichen Schüben” erfolgten, die mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und in der Folge mit einer Verlängerung der durchschnittlichen Arbeitswoche begännen. Beides habe bereits eingesetzt. Wachstum im Jobsektor wird nachfolgen und schließlich wird die Arbeitslosenrate sinken, führte er aus. Das Arbeitsministerium wird seinen monatlichen Arbeitsmarktbericht morgen publizieren. Die durchschnittlichen Schätzungen der Ökonomen liegen bei einer Zunahme von 15.000 Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft im Januar, wie aus einer Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen hervorgeht. Die Beschäftigung ist nur in einem einzigen der vorherigen Monate seit Ende 2007 gewachsen – um 4.000 Jobs im vergangenen November.
Anm.: My name is Summers, Larry Summers. Hier spricht der Architekt dieser Krise! Man könnte ihm fast abnehmen, dass einer der größten Clowns im Washingtoner Ring tatsächlich glaubt, was er da von sich gibt. Mitnichten. Dahingehend möchte ich nochmals auf den Artikel vom 09. Januar 2010 mit dem Titel “Im Zuge der US-Volkszählung geschaffene Jobs könnten zu Rückgang der Arbeitslosenrate beitragen” verweisen. Dort hieß es auszugsweise:
- Die im Jahr 2010 stattfindende Volkszählung hätte kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen können für die US-Wirtschaft. Die Regierung wird ungefähr 1,2 Millionen zeitlich befristete Arbeitnehmer einstellen in der ersten Hälfte des Jahres, um die in einem Turnus von allen zehn Jahren stattfindende Volkszählung zu administrieren, möglicherweise eine Brücke schlagend zu Zunahmen im privaten Beschäftigungssektor zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr.
So weit, so gut. Summers, bei Dir weiß man wenigstens genau, dass Du lügst, wenn Du nur den Mund aufmachst. Diese temporären Jobs werden – wenn die Mehrzahl der Amis diese schnöde Nummer nicht bereits selbst durchschaut hat – dazu führen, dass Eure demokratische Partei vielleicht den turmhohen Abstand zu den Republikanern im Hinblick auf die im Herbst anstehenden Zwischenwahlen zum Kongress etwas wett machen kann, mehr wohl aber auch nicht. Wie durchschaubar und arm an Hirn das alles ist, was Ihr Euch da ausdenkt! Ein typischer Summers. Dämlicher ist eigentlich nur noch Barney Frank.
Morgen ist der 05. Februar. Und morgen wird das Arbeitsministerium seinen monatlichen Arbeitsmarktbericht publizieren. Dieser Bericht wird jedoch etwas „spezieller“ ausfallen, und ich bin gespannt, was Summers nach dessen Veröffentlichung den in spannender Erwartung dem Jobmarktbericht entgegen fiebernden Marktteilnehmern erzählen wird. Ist ohnehin ein alter Hut, denn es ist seit Monaten bekannt. Vielleicht hat der Markt deshalb in froher Erwartung vorsorglich schon einmal auf die Mütze bekommen heute. Die Bezugswertrevisionen für das Jahr 2009 stehen nämlich an, und diese werden sehr wahrscheinlich bis zu 825.000 zusätzliche US-Arbeitslose enthüllen, die in den offiziellen Statistiken bislang nicht aufgetaucht sind und die offizielle Arbeitslosenquote in Richtung 11% hieven dürften. Vor drei bis vier Monaten berichteten wir:
Vorläufige Schätzung zu den Bezugswertrevisionen
In Übereinstimmung mit der gängigen Praxis kündigt das US-Amt für Arbeitsmarktstatistik seine vorläufige Schätzung zu den anstehenden jährlichen Bezugswertrevisionen in Bezug auf die Befragungen zu den monatlichen Veröffentlichungen der US-Arbeitsmarktzahlen an. Die finale Bezugswertrevision steht am 05. Februar 2010 zur Publikation an, zusammen mit der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts, der die Beschäftigungssituation im Monat Januar 2010 darstellen wird. In jedem Jahr werden die Schätzungen für die Arbeitsmarktstatistiken angepasst an die umfangreichen Auswertungen zur Beschäftigungssituation im Monat März. Diese Auswertungen leiten sich ab aus Steuernachweisen zur Arbeitslosenversicherung, die von den einzelnen Bundesstaaten übermittelt werden, und die nahezu von allen Arbeitgebern des Landes eingesendet werden müssen. Für die nationale Serie der Berichterstattung zum US-Arbeitsmarkt lagen die jährlichen Bezugswertrevisionen in den vergangenen 10 Jahren durchschnittlich bei plus/minus zwei Zehnteln der gesamten Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft. Die vorläufige Schätzung für die anstehende Bezugswertrevision weist auf eine Abwärtsanpassung der Beschäftigungssituation außerhalb der Landwirtschaft für den Monat März 2009 hin, die sich auf 824.000 Personen (0,6%) beläuft. Die Tabelle B (Anm.: im Dokument auf Seite 5) zeigt die vorläufigen Bezugswertrevisionen für den Monat März 2009 gegliedert nach den größten und wichtigsten Industriesektoren. Wie es typischerweise der Fall ist, weisen viele der individuellen Umfrageserien in den einzelnen Industriesektoren höhere prozentuale Revisionen auf als die gesamte Beschäftigungsstatistik außerhalb der Landwirtschaft. Dies basiert insbesondere auf dem Aspekt, da statistische Rechenfehler in höherer Anzahl bei detaillierten Umfrageergebnissen auftreten als bei der Berechnung der Gesamtstatistik.
Lang lebe der Staatssozialismus á la USA. Leuten wie Obama, Summers, Bernanke, Turbo Timmy und nur an der Macht interessierten Clowns im Kongress habt Ihr ihn zu verdanken. Wie sagt man? Jede Bevölkerung hat die Regierung, die sie verdient. Für wen sollte dies mehr zutreffen als für die Vereinigten Staaten im Jahr 2010? Allerdings besteht Hoffnung. Denn wie Großdemonstrationen in Washington, an denen im Spätsommer 2,5 bis 3 Millionen Leute teilnahmen, zeigten, scheint man dort endlich aufzuwachen, denn der Hauptslogan lautete:

Topics: Allgemein | 5 Comments »



Februar 5th, 2010 at 10:00
Summers ist doch nur einer, den sie vorschicken,
um die ewig guten news zu verkünden,
die Drecksarbeit hinter den Kulissen machen doch ganz andere Hansel.
Mir fällt auf daß es verschiedene Trompeten
für die guten news und andere für die schlechten news gibt. Solange das so bleibt, ist alles
in einer Weise berechenbar. Danke für diesen
scharfen und bissigen Bericht.
Februar 5th, 2010 at 11:18
In der Bananenrepublik Deutschland sieht es doch genau so aus.
Gut dass man immer auf die Amis herabblicken kann.
Gibt es in den USA eigentlich jemanden der dieses Land genau so kritisch betrachtet wie umgekehrt?
GRUSS GEORG
Februar 5th, 2010 at 12:29
@ georg
noe.
Deshalb sind sie ja da, wo sie sind.
Februar 5th, 2010 at 12:32
@Georg: Es ist unwahrscheinlich, dass es in den USA jemanden gibt, der die BRD GmbH kritisch betrachtet. Das liegt wohl daran, weil der US-Amerikaner bis auf sich selbst nicht von der weiten Welt weiß. Warum auch. Darüberhinaus müssen die Amis die BRD GmbH auch nicht kritisieren, da sie ja Eigentümer derselben sind. Wäre Deutschland souverän, würde dieses Land einen Namen haben, dieser würde aber mit Sicherheit nicht BRD lauten und auch nicht die Rechtsform einer GmbH haben. Das Personal wäre dann auch Volk und hätte einen Identitätsausweis und keine Personalausweis. Dann hätten wir auch eine Staatsangehörigkeit, die Deutschland bzw. Deutsches Reich lautet und nicht Deutsch. So viel wissen die aufgewachten Internetnutzer inzwischen.
Februar 5th, 2010 at 13:15
Das Bild passt gut zu diesem Clown. Mehr macht
er wahrscheinlich tatsächlich nicht. Hoffentlich werden sich mehr Amerikaner darüber bewusst.